Wie funktioniert KIGIL?

Wie funktioniert KIGIL?

Kigil ist ein konzeptionelles Framework, das als kognitiver, adaptiver Entwicklungsfluss ("The Cognitive Development Flow") definiert wird. Es stellt keine neue Methodik dar, sondern eine Weiterentwicklung von Agilität im Kontext moderner kognitiver Systeme. Der Begriff und die zugrundeliegende Prozessarchitektur sind geistiges Eigentum des Autors.

Kigil entstand aus der Notwendigkeit eines neuen Paradigmas, da klassische Entwicklungsmodelle die heute durch KI-gestützte Tools (wie IdeaGraph, KIGate und GitHub Copilot) mögliche kontinuierliche, automatisierte und adaptive Softwareentwicklung nicht abbilden konnten.

Definition und Philosophie

  • Definition: Kigil steht für die Kombination von Künstliche Intelligenz + Agile Thinking.
  • Ziel: Die Umsetzung von der Idee zur Implementierung soll in Echtzeit, ohne Medienbrüche, Meetings oder redundante Dokumentation erfolgen.
  • Rollenverteilung: Die Philosophie von Kigil besagt, dass Menschen denken und definieren, während die KI-Systeme strukturieren, formulieren, prüfen und umsetzen. Dieser Prozess findet in einem kontinuierlichen Fluss statt.

Der Kigil-Lifecycle (Funktionsweise)

Kigil gliedert den kognitiven Entwicklungsfluss in fünf aufeinander aufbauende Phasen, die durch KI-Automatisierung verbunden sind:

  1. Ideation (Phase 1): Menschliche Kreativität liefert den Input (z. B. eine Problemdefinition). Die KI strukturiert diese Gedanken, erkennt Zusammenhänge und erstellt klare Ideenobjekte, beispielsweise innerhalb der IdeaGraph-Plattform.
  2. Tasking (Phase 2): Aus den Ideen werden automatisch Tasks abgeleitet. Die KI optimiert die Formulierungen, bereinigt Rechtschreibung und generiert notwendige Titel, Tags und Reviews. Die Ergebnisse werden in standardisiertem, lesbarem Markdown gespeichert.
  3. Implementation (Phase 3): KI-Assistenten wie GitHub Copilot oder Codex übernehmen die Umsetzung des Codes. Die menschliche Rolle verschiebt sich hin zum Architekten und Reviewer. Der Code wird fortlaufend validiert, getestet und dokumentiert.
  4. Review & Optimization (Phase 4): Mensch und KI bewerten gemeinsam die Qualität und Konsistenz der Umsetzung. Erkenntnisse aus diesem Schritt fließen automatisch in den Ideen- oder Taskbestand zurück, wodurch Feedback zu neuem Wissen wird.
  5. Deployment & Feedback (Phase 5): Es erfolgen automatisierte Builds und Deployments. Die KI überwacht anschließend die Logs, erkennt Fehler und erstellt automatisch neue GitHub-Issues. Diese Rückkopplung überführt Fehlerbeschreibungen direkt in verständliche, ausführbare Aufgaben.

Technische Architektur

Diese Phasen werden durch ein autonomes Entwicklungsökosystem gestützt, das vier Hauptschichten umfasst:

Ebene System / Rolle Beschreibung
Cognitive Layer IdeaGraph Erfassen, Spezifizieren und Verknüpfen von Ideen.
Execution Layer KIGate KI-Agenten-Gateway zur Ausführung und Integration.
Production Layer Copilot / Codex / Gemini KI-gestützte Code-Erstellung.
Governance Layer GitHub Nachvollziehbarkeit, Versionierung und Audit-Trail.

Kigil ist damit die logische Konsequenz aus Waterfall, Agile und KI – ein natürlicher, lernender Entwicklungsfluss, der Technologie, Denken und Umsetzung vereint.